



Wildkräuter & ihre Wirkung
Einige Wildkräuter, die ich auf meinen Wanderungen am Wegesrand finde und die Du gut für einen grünen Smoothie verwenden kannst, habe ich in meiner kleinen Übersicht einmal aufgelistet. Du findest jeweils eine kurze Beschreibung des Wildkrautes mit Standort, Erkennungsmerkmalen, Verwendung der einzelnen Pflanzenteile im grünen Smoothie, Geschmack, den wichtigsten Inhaltsstoffen und deren bis zum heutigen Zeitpunkt bekannten Heilwirkungen.
Viele meiner Kursteilnehmer:innen haben mich um diese Beschreibung der gesammelten Kräuter gebeten, damit sie sich auch im Alltag zu Hause an das Gelernte erinnern können. Dankenswerterweise stellte mir die Kursteilnehmerin Anke ihre Sammlung von Kräuterfotos zur Verfügung, die durch Wiederholung des Seminars zu verschiedenen Jahreszeiten fast alle meine gesammelten Kräuter umfasste. Wenn Du am Wegesrand Wildkräuter sammeln möchtest und Dir hinsichtlich der Bestimmung unsicher bist, findest du hier eine Bestimmungshilfe.

Brennnessel, Urtica diowica
Standorte: Nährstoffreiche, feuchte Böden im Umkreis von Siedlungen und am Waldrand.
Erkennungsmerkmale: Wuchshöhe 10-300 cm, kantiger, aufrechter Stängel, gestielte, lanzettförmige Blätter mit Brennhaaren und gezähntem Blattrand, weiß-grünliche rispenartige Blütenstände von Juli – Oktober, grüne Samen von Juli-August werden im Frühherbst reif.
Verwendung im Smoothie: Blätter junger Pflanzen März-November, Triebspitzen und Blütenknospen, sowohl grüne als auch reife Samen.

Brombeere, Rubus fruticosus
Standorte: Waldränder und Lichtungen, Böschungen und Dämme.
Erkennungsmerkmale: Krautige, 0,5-3 m hohe und stachelige Pflanze mit wechselständig angeordneten Laubblättern. Unpaarig, drei-, fünf und siebenzählig gefiederte Blattspreite mit gezähnten Fiederblättchen. Meist weiße, selten rosafarbene Blüten. Die blauschwarzen Früchte reifen von August bis Oktober.
Verwendung im Smoothie: Hervorragend sind junge Blattaustriebe bis April, solange ihre Stacheln noch weich sind, aber auch Blüten im Juni und Juli und ausgereifte Blätter können bis in den September hinein gesammelt werden. Auch die reifen Früchte sind im Smoothie lecker.

Brunnenkresse, Nasturtium officinale
Standorte: In fließendem, klaren Wasser an Bächen, Gräben und Quellen. Wird auch als Gemüse und Gewürz kultiviert.
Erkennungsmerkmale: Das Blatt besteht aus 1-4 Blattpaaren und einem Endblatt. Der Blattrand ist schwach gekerbt oder gebuchtet. Die weißen Blüten erscheinen von Mai bis September, Die Frucht ist eine Schote, in der die Samen zweireihig angeordnet sind.
Verwendung im Smoothie: Von April bis September sind Blätter, Triebe und Blüten in kleineren Mengen eine wohlschmeckende Zutat für den grünen Smoothie. Ab September findet man die kleinen Samen, die früher als Brotgewürz verwendet wurden, als Pfefferersatz genutzt, oder zu Senf verarbeitet wurden und im Smothie würzig bis scharf schmecken.

Rot-Buche, Fagus sylvatica
Standorte: Häufigster Laubbaum in deutschen Wäldern.
Erkennungsmerkmale: Die Blätter sind eiförmig, mit einem welligen, leicht behaarten und gezähnten Blattrand. Die 6-7 Seitennerven sind stark ausgeprägt.
Verwendung im Smoothie: Buchenkeimlinge im März und April sowie junge Blätter im April und Mai.
Geschmack: Die Keimlinge erinnern im Geschmack an Kohl, die jungen Blätter schmecken nach Sauerampfer. Sie sind sehr aromatisch, besonders, wenn sie über Nacht in Wasser eingelegt werden.

Wald-Erdbeere, Fragaria vesca
Standorte: Auf Waldlichtungen mit feuchtem, nährstoffreichem Boden.
Erkennungsmerkmale: Wintergrüne, meist 5-25 cm hohe Pflanze (kleiner als die Gartenerdbeere), weiße Blüten von April bis Juni. Die kleinen roten Früchte reifen bis zum Winterfrost. Die Laubblätter der Rosettenstaude sind dreizählig und langgestielt, an der Unterseite behaart.
Verwendung im Smoothie: Blätter ganzjährig, Blüten und Früchte von April bis zum Winterfrost.

Frauenmantel, Alchemilla vulgaris
Standorte: Auf feuchten Wiesen und an Waldwegen.
Erkennungsmerkmale: Die rundlichen, bläulich-grünen Blätter sind außen fünf- bis elflappig und gezähnt. Sie sind auf der Unterseite behaart, ebenso wie die Blatt- und Blütenstiele. An den Blattzähnen befinden sich Wasserspalten, aus denen bei feuchter Witterung Wasser ausgeschieden wird, das sich dann im trichterförmigen Blatt sammelt. Die kleinen Blüten sind cremefarben bis gelb.
Verwendung im Smoothie: Blätter von April bis Juli und Blüten im Mai.

Gundermann, Glechoma hederaceae
Standorte: Auf nährstoffreichen Wiesen, Weiden und an Heckenrändern, wurde oft in Klostergärten als Arzneipflanze gezogen.
Erkennungsmerkmale: Die wintergrüne, krautige Pflanze hat bis zu 5 cm große, nierenförmige Blätter, die am Rand leicht eingekerbt sind. Blattunterseiten und Stängel sind häufig purpurn unterlaufen. Die Sprossachsen besitzen einen quadratischen Querschnitt und kriechen als Ausläufer am Boden. Die blau violetten Blüten des Lippenblütlers bestehen aus Ober- und Untelippe, der Kelch ist glockenförmig.
Verwendung im Smoothie: Blätter und Triebspitzen von März bis Juni, Blüten ab April.

Giersch, Aegopodium podagraria
Standorte: In feuchten und schattigen Lagen an Gehölzrändern, auf stickstoffreichen Böden in Gärten.
Erkennungsmerkmale: Ausdauernde, krautige Pflanze mit 30-100 cm Wuchshöhe. Spitz zulaufende, hellgrüne Blätter mit gezähntem Rand und petersilienartigem Geruch. Das Gesamtblatt verzweigt sich dreiteilig, dreikantiger Stiel. Weiße, 12-18-strahlige Blütenstände. Die abgeflachten, 3 mm langen Früchte erinnern an Kümmel. Vermehrt sich über starke Wurzelausläufer.
Verwendung im Smoothie: Blattschösslinge von März bis April, zarte Blätter nahezu das ganze Jahr. Blütensprosse, Blütenknospen und Blüten von Mai bis August. Früchte von Juli bis September als Gewürz

Himbeere, Rubus idaeus
Standorte: Auf Waldlichtungen und an Waldrändern, Waldpionier auf Kahlflächen in sonnigen bis halbschattigen Lagen.
Erkennungsmerkmale: Die Himberruten sind mit feinen Stacheln besetzt und erreichen eine Wuchshöhe von 0,6 bis 2 m. Die Blätter sind 3-5 zählig, seltener mit 7 Fiederblättchen. Diese sind eiförmig und doppelt gesägt, auf der Oberseite dunkelgrün und unterseits weißfilzig. Die Blüten sind weiß und erscheinen von Mai bis August in mehrblütigen Trauben Die roten Früchte können je nach Sorte von Juni bis zum ersten Frost geerntet werden.
Verwendung im Smoothie: Blätter, Blüten und Früchte können wie die der Brombeere verwendet werden.

Knoblauchsrauke, Alliaria petiolata
Standorte: Auf beschatteten Wildkrautfluren, an Waldrändern, Waldwegen auf nährstoffreichen Böden.
Erkennungsmerkmale: Krautige Pflanze mit 20 – 100 cm Wuchshöhe. Der Stängel ist aufrecht, unverzweigt, kantig und nach unten hin zunehmend behaart. Die Blätter variieren in Form und Größe. Im unteren Bereich sind sie groß und nierenförmig, in der oberen Stängelhälfte dreieckig bis herzförmig spitz. Die Blätter erinnern an Brennesselblätter und sind unregelmäßig gezähnt. Beim Zerreiben zwischen den Fingern entsteht ein knoblauchartiger Geruch. Die zierliche Blüte ist weiß. Die Frucht ist vierkantig und enthält 6-8 schwarze Samen.
Verwendung im Smoothie: Von April bis Juni Blätter und junge Triebe, von Mai bis Juni Blütenstände und junge, grüne Samenhülsen als Frischgewürz.

Kletten-Labkraut, Galium aparine
Standorte: Im Saum von Hecken, in Wäldern und auf nährstoffreichen Wildkräuterfluren.
Erkennungsmerkmale: Erklimmt andere Pflanzen mit Hilfe von Borstenhaaren, manchmal auch niederliegend, Wuchshöhe bis 1 m, vierkantige Stängel, 6-9 einadrige, lanzettförmige Blätter stehen in Quirlen. Kleine weiße Blüten mit 4 Kronblättern. Der Name Labkraut geht auf die frühere Verwendung als Säuerungsmittel bei der Käseherstellung zurück.
Verwendung im Smoothie: Blätter und Triebspitzen von Mai bis August, Blüten und Samen bis Oktober.

Rezept für einen
Fasten-Smoothie


- Grüner Smoothie mit Wildkräutern – den besten Nutzen für Deinen Körper herausholen
- 2 Handvoll Brennesseln (je nach Jahreszeit mit Blüten oder Samen)
- 1 Handvoll Schafgarbe
- 3-5 Löwenzahnblätter und Blüten
- 1 Scheibe Zitrone (mit Schale)
- 1 kleines Stück Ingwer
- 1 Apfel
- 1 Handvoll heimische Beeren (Brombeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Blaubeeren, Walderdbeeren), alternativ 1 Birne oder ½ Banane (etwas süßer für Einsteiger)
- 300-500 ml Liter belebtes Wasser

Löwenzahn, Taraxacum
Standorte: Auf Wiesen, Äckern und Weiden, Brachflächen und Mauerritzen.
Erkennungsmerkmale: Ausdauernde Pflanze, die in allen Teilen einen weißen Milchsaft enthält. Die Pfahlwurzel reicht bis zu 2 m tief. Goldgelber Frühlingsblüher. Die 10-30 cm langen Blätter stehen in einer Rosette und sind lanzettförmig, tief eingeschnitten und gezähnt.
Verwendung im Smoothie: Blätter von März bis November, Bütenknospen, Blütenstängel und Blüten von April bis September.

Wilde Malve, Malva sylvestris
Standorte: An sonnigen, trockenen und nährstoffreichen Böden, an Wegen und Mauern.
Erkennungsmerkmale: Aufrecht wachsende Stängel, meist fünflappige Blätter mit gezähntem Blattrand. Die 5 Blütenblätter sind bei der wilden Malve meist dunkel gestreift. Die Samenkapseln sind rund und an einer Seite abgeflacht.
Verwendung im Smoothie: Von April bis Juli eignen sich die noch weichen, hellgrünen Blätter und die Blüten dieser und anderer Malvenarten als hervorragende Smoothie-Beigaben. Auch die noch weichen grünen Samenkapseln im August und September können verwendet werden und machen den Smoothie durch ihre Schleimstoffe sehr geschmeidig.

Sauerampfer, Rumex acetosa
Standorte: Auf nährstoffreichen Wiesen und Weiden.
Erkennungsmerkmale: Krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 30-100 cm. Grasgrüne, langgestielte und lanzettförmige Blätter mit nach unten gerichteten Blattfortsätzen. Der Blattrand ist glatt. Die Blüten von Mai bis August sind rötlich und in lockeren Blütenständen angeordnet. Die kleinen Nussfrüchte sind dreikantig.
Verwendung im Smoothie: Frische junge und makellose Blätter von März bis Oktober. Triebspitzen und Blütenstände im April und Mai. Nicht auf überdüngten Wiesen sammeln. Die Pflanze enthält Oxalsäure, sollte daher nicht regelmäßig über mehrere Monate eingenommen werden.

Wald-Sauerklee, Oxalis acetosella
Standorte: In Mischwäldern auf leicht sauren Böden.
Erkennungsmerkmale: Die Blätter sind in grundständigen Rosetten angeordnet, die herzförmigen Blattspreiten sind meist drei oder vierteilig. Die Kelchblätter der Blüten sind Weiß. Die Kapselfrüchte reißen bei Reife explosionsartig auf.
Verwendung im Smoothie: Die Blätter lassen sich die ganze Vegetationsperiode über gut ernten. Sie werden kaum zäh. Am weichsten sind sie jedoch vor der Blüte von März bis April. Die weißen Blüten sind auch hübsch als Dekoration für den Smoothie. Beim Zupfen der Blätter kommen meistens die ebenfalls essbaren Wurzeln und Stiele mit. Die Früchte sollte man sammeln, bevor sie im Juni zu hart werden, sie können als Gewürz verwendet werden. Die Pflanze ist oxalsäurehaltig, jedoch kaum mehr als Spinat und sollte daher nicht über mehrere Monate regelmäßig eingenommen werden.

Schafgarbe, Achillea millefolium
Standorte: Nährstoffarme Böden an sonnigen Standorten auf trockenen Wiesen, Weiden und an Wegesrändern.
Erkennungsmerkmale: Krautige, bis 60 cm hohe Staude mit länglichen, stark gefiederten Blättern, die bis etwa Juni direkt der Wurzel entspringen, bevor aus ihrer Mitte der Blütenstängel hervorwächst mit zahlreichen Blütenköpfen. Jeder Blütenkopf wird von 4-6 weißen bis rosa Blütenblättchen umrandet. Die ganze Pflanze duftet aromatisch kampferartig.
Verwendung im Smoothie: Junge Blätter und Sprosse von Frühsommer bis Spätherbst, Blüten ab Juni.

Scharbockskraut, Ranunculus ficaria
Standorte: nährstoffreiche, feuchte Standorte im Wald oder Gebüsch.
Erkennungsmerkmale: Frühjahrsgrüne, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 10-20 cm. Die ungeteilten Laubblätter sind herz- bis nierenförmig mit gekerbtem Blattrand, fettig glänzend und besitzen lange, niederliegende Stiele. Die goldgelben sternförmigen Blüten von März bis Mai sind langgestielt. Die Nüsschen haben eine verlängerte Basis. Nach der Blüte erscheinen in Bodennähe Brutknöllchen, aus denen sich neue, wurzelnde Triebe entwickeln.
Verwendung im Smoothie: Wegen des steigenden Alkaloidgehaltes sollten die jungen Blätter nur von März bis April, vor der Blüte geerntet werden. Im April können die Blütenknospen und im Mai und Juni die Wurzelknöllchen in geringen Mengen verwendet werden.

Feld-Thymian, Thymus pulegioides
Standorte: An warmen Standorten auf mageren Böden, z.B. auf Trockenrasen, in Kiesgruben und an Felsen (bei uns im Gebiet der Binnendünen).
Erkennungsmerkmale: Der Halbstrauch wird 5-25 cm hoch und hat eiförmige, bis 2 cm lange Blätter, vierkantige und dicht behaarte Stängel. Die Blüte von Juni bis September ist purpurrot. Die Blätter duften beim Zerreiben aromatisch zitronenartig und färben sich oft rötlich.
Verwendung im Smoothie: Die zarten aromatischen Blätter und Blüten könen während der gesamten Vegetationsperiode gesammelt werden.

Wohlriechendes Veilchen, Viola adorata
Standorte: An lichten bis halbschattigen Waldrändern auf nährstoffreichen Böden.
Erkennungsmerkmale: Bekannt wegen seines süßen Dufts. Krautige Pflanze von 5-15 cm Wuchshöhe. Die Blätter stehen in einer Blattrosette zusammen und sind rundlich nierenförmig. Die wohlriechenden, dunkelviolettfarbenen Blüten von März bis April haben 5 stumpfe Kelchblätter. Die auch März-Veilchen genannte Pflanze vermehrt sich über lange, oberirdische Ausläufer. Die Frucht ist samtig behaart und wächst in Bodennähe.
Verwendung im Smoothie: Junge Triebe und Blüten von März bis April, Blätter ohne Stängel bis Ende August.

Vogelmiere, Stellaria media
Standorte: In Gärten, auf Äckern, Kultur- und Brachflächen, an Wegrändern auf nährstoffreichen Böden. Die Vogelmiere begleitet den Menschen schon seit der Steinzeit (ist vielleicht die älteste Salatpflanze) und kommt weltweit vor. Kraut und Samen werden gerne von Vögeln gefressen, worauf der deutsche Name Bezug nimmt.
Erkennungsmerkmale: Durch ihren flachen Wuchs hat die krautige Pflanze eine bodendeckende Wirkung und es lassen sich kaum einzelne Pflanzen unterscheiden. Behaarte Stängel mit kleinen zugespitzten Laubblättchen. Kleine weiße Blüten mit 5 Kronenblättern, die fast bis zum Grund zweiteilig sind. Die drei Griffel werden von Staubblättern mit violetten Staubbeuteln umgeben.
Verwendung im Smoothie: Werden in Büscheln geerntet, die komplett verwendbar sind, samt ihren Stängeln, Blüten und Fruchtkugeln. Die Pflanze kann über die gesamte frostfreie Jahreszeit von März bis Oktober gesammelt werden und manchmal sogar noch unter dem Schnee, z.B. im Garten, wenn man weiß wo sie wächst. Bei dem gesunden Pflänzchen besteht keine Gefahr durch Überdosierung und wegen des milden Geschmacks ist die Vogelmiere die ideale neutral schmeckende Smoothie-Zutat.

Waldmeister, Galium odoratum
Standorte: Die zur Gattung der Labkräuter gehörende Pflanze wächst in krautreichen Laubmischwäldern auf nährstoffreichen Böden.
Erkennungsmerkmale: Überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 5-50 cm. Aufrechte, unverzweigte, vierkantige Stängel, an denen 6-8 Blättchen auf gleicher Höhe entspringen und einen Quirl bilden. Das Einzelblättchen ist lanzettförmig und fühlt sich rauh an. Mehrere Blüten bilden einen schirmförmigen Blütenstand, die Einzelblüte ist weiß und trichterförmig.
Verwendung im Smoothie: Von April bis Juni werden die frischen grünen Blätter gesammelt, im Mai und Juni die Blüten. Erst wenn man die Blätter 1-2 Tage anwelken lässt, setzen die Pflanzen Cumarin frei und es entsteht das typische Waldmeisteraroma. Für den Smoothie werden die Blätter in kleinen Mengen (3g Kraut pro Liter) frisch verwendet zusammen mit anderen Kräutern (z.B. Brennessel oder Vogelmiere).

Spitzwegerich und Breitwegerich,
Plantago lanceolata und Plantago major
Standorte: Auf verdichteten Böden, z.B. Wegen (Siedlungszeigerpflanze), auf Wiesen und Äckern.
Erkennungsmerkmale: Die Blattspreiten des Spitzwegerichs sind schmal, lanzettförmig und spitz, die des Breitwegerichs eiförmig. Die Blätter stehen ungestielt in einer Rosette. Von Mai bis September zeigen sich kleine, eher unscheinbare Blüten in einem ährigen Blütenstand. Von August bis Oktober bilden sich die Samen.
Verwendung im Smoothie: Die beste Sammelzeit für die Blätter ist von April bis August. Man sollte die zarten Blätter der Rosettenmitte ernten. Von Mai bis Juli können die zarten Blütenknospen geerntet werden. Die Samen können als Gewürz verwendet werden.

ACHTUNG: GIFTIG
Wolfsmilch & Schöllkraut


Wildkräutersammlung und der Fuchsbandwurm
Immer wieder stellen meine Seminarteilnehmer besorgte Fragen nach dem Fuchsbandwurm, vor dem doch immer gewarnt werde und ob man sich denn trauen könne, wild gesammelte Kräuter und Beeren überhaupt roh zu essen. Hier möchte ich einmal klarstellen, dass die Warnung vor Waldbeeren maßlos übertrieben ist und Wissenschaftler schon seit über 10 Jahren Entwarnung gegeben haben (http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/parasiten-beerensammeln-ohne-furcht/994918.html)
Die gute Nachricht, dass man wieder Blaubeeren essen darf, verbreitet sich leider extrem schleppend, im Gegensatz zu Horrormeldungen über die Gefährlichkeit des Fuchsbandwurmes. Im Uniklinikum Ulm, wo alle deutschlandweiten Fälle von Erkrankungen des Menschen durch den Fuchsbandwurm (Echinokokkus multilocularis) dokumentiert werden, bestätigen Mediziner, dass es keinen Beleg dafür gibt, dass beim Verzehr von Waldbeeren ein Risiko besteht, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren (Münchner Medizinische Wochenschrift 2007, Nr. 29-30, S.18).
Experten mahnen hingegen zur Vorsicht beim Umgang mit Haustieren, vor allem mit Hunden. Im Rahmen der Meldepflicht werden nur 20 bis 40 Neuerkrankungen pro Jahr an das Robert Koch Institut gemeldet. Nach Christof Janko, Wildbiologe an der Technischen Universität München, entspricht die Chance, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren, statistisch etwa der Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden (http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2014-01/fuechse-fuchsbandwurm-parasitologie/komplettansicht). Haustiere, an erster Stelle Hunde, die nicht entwurmt werden, sind gute Wirte für den Fuchsbandwurm. Wenn man das Ganze einmal mit gesundem Menschenverstand betrachtet, ist es ja auch recht unwahrscheinlich, dass bei dem ständig zunehmenden Fuchsbestand nur Waldbeeren und Blätter in Wäldern befallen sein sollten, laufen die Füchse doch längst auch über Felder, durch unsere Gärten und sogar immer öfter in unseren Städten umher.








